And if I bleed, I bleed knowing you don't care...
Weinen...

... ist wichtig. Verdammt wichtig. Es gab Tage, da habe ich nur geweint. Wochen, Monate. Es gab Tage, da habe ich auf der Schultoilette geweint. Es gab Tage, da habe ich es selbst im Unterricht kaum unterdrücken können. Es gab Tage, da habe ich auf der Straße geweint, wo es jeder sehen konnte. Mit verquollenen Augen bin ich tagelang herumgelaufen. Irgendwann, da ist einem egal, ob es jemand mitbekommt.

Weinen hilft. Es löst etwas von dem Schmerz, wenn auch nur teilweise. Wenn auch nur kurz. Ich mag es zu weinen. Diese trübe Leere, wenn alle Tränen versiegt sind. Es ist dann so ruhig in mir. Für eine Weile.

Manchmal vermisse ich es. Manchmal vermisse ich die heilende Wirkung der Tränen. Irgendwann habe ich aufgehört zu weinen. Das war ein Fehler, glaube ich. Aber irgendwann erwartet jeder, dass man aufhört zu weinen. Nach so langer Zeit. Da ist es nicht mehr angebracht zu trauern. Wie naiv sie sind. Jeder, der das behauptet, hat noch nie wirklich geliebt. Hat noch nie so sehr geliebt, dass es einem das Herz zerfetzt. Nein, nicht nur das Herz schmerzt. Alles schmerzt. Der ganze Körper steht in Flammen. Es gibt leider nicht nur das leise weinen, das so heilend ist. Das leise weinen hilft. Aber das laute, verzweifelte, klagende Schluchzen. Das tut weh. Das spürt man. Danach ist man wie gelähmt. Bei diesem Schluchzen sind so viele intensive Gefühle, die in einem wüten. Die raus wollen. Man schreit und weint gleichzeitig. Weil das Herz in der Mitte durchreißt. Weil man es reißen spürt. Das ist es, was schmerzt. Das laute Weinen. Stundenlang.

 

 

1.3.10 00:17
 



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